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Hoffnungsbrief: Andachten zum Abdrucken

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen Andachten zur Verfügung, die Sie in Ihrem Hoffnungsbrief veröffentlichen dürfen.

Alle eure Sorge werft auf ihn,
denn er sorgt für euch.
1. Petrus 5,7

„Sorget nichts!“, sagt Gott uns in seinem Wort.

Trotzdem wird es im Leben einmal dazu kommen, dass euch etwas Sorge macht. Wenn es so weit ist, dann handelt so: Egal, welche Sorge es ist – lasst nicht zu, dass sie zu groß wird, sondern kehrt euch ab von ihr und wendet euch mit Gebet und Flehen an Gott und bittet ihn darum, alles das, was euch Sorgen macht, für euch zu Ende zu bringen.

Und tut das mit Dank. Denn es ist großartig, dass ihr einen solchen Gott habt, der für euch sorgt und dem ihr alles, was euch bedrückt, ans Herz legen könnt. Keine eurer Sorgen ist ihm zu klein. Er hört sie alle.

Weil Gott uns liebt, freut er sich, wenn wir mit dem zu ihm kommen, was uns das Herz schwer macht. Er wird helfen. Vertrau darauf. Weil Er es sagt.

(Alrun Rehr, nach dem „Wegweiser für jeden Tag“ von Martin Luther)

Ich danke dir,
dass du mich erhört hast
und hast mir geholfen.
Psalm 118,21

Das ist ein fröhlicher Vers, der mit Lust singt:

Bist du nicht ein wunderbarer, liebevoller Gott, der uns freundlich regiert?
Du erhöhst uns, wenn wir am Boden zerstört sind.
Du hilfst uns, wenn wir Fehler gemacht haben.
Du willst uns ewiges Leben schenken, auch wenn wir verkehrte Wege gehen.
Du tröstest uns, wenn wir trauern.
Du bringst uns dazu, zu singen, wenn wir weinen.
Du machst uns stark, wenn wir leiden.

Es gibt diese guten Erfahrungen, denn Gott ist in Jesus Christus immer an unserer Seite.

(Alrun Rehr, nach dem „Wegweiser für jeden Tag“ von Martin Luther)

Als Bartimäus hörte,
dass es Jesus von Nazareth war,
fing er an zu schreien und zu sagen:
Jesus, du Sohn Davids,
erbarme dich meiner!
Markus 10,47

Unser Heiland hat einen ganz besonderen Namen: Jesus! Dieser Name passt sehr gut zu Gottes Sohn. Denn Jesus heißt auf Deutsch: Retter. Das bedeutet: Er hilft!

Der blinde Bartimäus hatte seinen festen Platz an einem der Tore zu Jericho, um dort um Almosen zu betteln. Er hörte, dass Jesus Christus in die Stadt kommen würde.
Tief in seinem Herzen wusste er, dass Jesus Christus ihm helfen konnte. Deswegen rief er laut nach ihm. Und dann noch einmal. Immer lauter. Die Leute um ihn herum hätten ihm am liebsten den Mund zugehalten.
Aber Bartimäus ließ sich nicht entmutigen.
Wenn Jesus in der Nähe ist, lässt man sich nicht zurückhalten. Bartimäus schrie so laut er konnte: ‚Jesus, hilf mir!‘
Jesus war von einer Menge Menschen umgeben, die alle gleichzeitig redeten. Aber er hörte Bartimäus‘ Stimme ganz genau heraus und rief ihn zu sich.
Als die Jünger ihn aufforderten, zu Jesus zu gehen, war er voller Vorfreude. Er hatte es geschafft: Jesus würde mit ihm sprechen. Er nahm sich Zeit für ihn, obwohl doch so viele andere da waren, die etwas von Jesus wollten.
Tatsächlich half er Bartimäus und erfüllte ihm seinen größten Wunsch:
gesunde Augen zu haben und sehen zu können.
Bartimäus‘ Herz platzte fast vor Freude. Er war froh und dankbar und getröstet und erleichtert – alles gleichzeitig.
Bartimäus konnte gar nicht anders, als Jesus Christus nachzufolgen. Er wurde Jesu Jünger.
Er erinnerte sich oft an diesen Tag und war froh, dass er damals all seinen Mut zusammengenommen und Jesus gerufen hatte.

(Alrun Rehr, nach „Mein kleiner Wegweiser“)

Wir denken in Dankbarkeit an alle,
die sich in dieser Zeit der Kranken
und Hilfsbedürftigen annehmen

Florence Nightingale
Die Engländerin (1820 – 1910) prägte das Berufsbild der Krankenschwester.

Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht … Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit … Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied.
1. Korinther 12,21.26a.27

Florence blickte auf die leblose Gestalt der jungen Frau. Deren Kinder hatten sich dicht neben ihre Mutter gestellt. Kleine Finger glitten über die Hände, die nie wieder Wangen streicheln würden. Florence war selber erst zehn Jahre alt, als sie das sah. Den Kindern war schon länger kein Essen mehr bereitet worden. Sie ging zu dem Handwagen und hob den Suppentopf heraus, den ihre Mutter und sie mitgebracht hatten. Einige Zeit später zogen die beiden weiter. Die Familie Nightingale besuchte regelmäßig die Kranken und Bedürftigen in den umliegenden Dörfern. Salben, Verbandsmaterial, Brot und Tee wurden verteilt. Auf diese Weise sammelte Florence erste Erfahrungen in der Krankenpflege. Später wurde ihr klar, dass nicht nur Geduld und Mitgefühl für eine gute Pflegekraft nötig waren. Ihr fehlte das Fachwissen.
Für Florence war ihr Handeln Ausdruck ihres christlichen Glaubens.
An ihrem 30. Geburtstag schrieb sie in ihr Tagebuch: „Heute bin ich dreißig. In diesem Alter begann Christus seine öffentliche Wirksamkeit. Herr, lass mich jetzt nur an deinen Willen denken, was du von mir verlangst.“ Sie lehnte die Heiratsanträge von bekannten Schriftstellern und Politikern ab und entschloss sich, eine Ausbildung zur Krankenschwester zu machen. Für die Eltern war das ein Schock: Diese Arbeit war damals Frauen vorbehalten, die am Rande der Gesellschaft lebten und häufig Probleme mit dem Alkohol hatten.
Doch Florence setzte sich durch.
Nach ihrem Examen reiste sie in die Türkei, um den Verwundeten im Krimkrieg beizustehen. Was sie dort zu sehen bekam, war entsetzlich: Ein baufälliges Lazarett in unbeschreiblichem Schmutz, verfaulten Fußböden und Wänden voller Ungeziefer. Hier wurden die verletzten Soldaten hingelegt. Es fehlte an allem. Man war nicht auf zig-tausende Verletzte vorbereitet gewesen. Florence bombardierte den Kriegsminister mit Bitten um Nachschub und besorgte mit eigenen Mitteln Decken, Bettpfannen und Operationstische. Sie schrieb einen Artikel für die „Times“, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ.
Bei all dem war sie glücklich. „Jetzt weiß ich, was es heißt, das Leben zu lieben“, schrieb sie.
Tag und Nacht kümmerte sie sich um ihre Patienten.
Die Soldaten verehrten sie und berichteten in der Heimat von ihr. Dadurch wurde sie berühmt. Sie nutzte ihre Popularität, um wichtige Gesundheitsreformen voranzutreiben und machte dabei auch vor Queen Victoria keinen Halt, die sie daraufhin tatsächlich unterstützte.
1860 eröffnete sie die erste Schwesternschule in England. Fünf Jahre später wurde das Rote Kreuz gegründet.

Florence Nightingale brachte beides voran, sowohl Verwaltung und Pflege in Krankenhäusern als auch die Ausbildung, das Berufsbild und die Vergütung von Krankenschwestern. Auf diese Weise war sie eine Wegbereiterin für alle Gesundheitsberufe.

(Alrun Rehr, nach „Gottestypen“)

Wie oft habe ich
deine Kinder versammeln wollen
wie eine Henne ihre Küken
unter ihre Flügel und ihr
habt nicht gewollt.
Lukas 13,34b

Zu beobachten, wie eine Henne mit ihren Kleinen umgeht, ist eine lehrreiche Sache.
Kaum ein anderes Tier nimmt sich seiner Jungen so treu an.
Wenn Futter ausgestreut wird, merkt sie sofort, dass es was zu fressen gibt. Sie sucht  ihre Kleinen zusammen. Findet sie eins davon nicht, verändert sie während der Suche ihre Stimme. Damit lockt sie ihre Kinder an und will sie um sich scharen.
Wenn auch das letzte Küken seinen Weg zur Mutter gefunden hat, wendet sie sich dem Futter zu. Immer, wenn sie etwas zum Fressen findet, frisst sie es nicht selbst, sondern überlässt es den Küken.
Wenn sie mit allen draußen ist und der Geier fliegt über den Hof, schreit und ruft sie gegen den Geier an und breitet freiwillig ihre Flügel aus, zum Schutz für die Kleinen. Sie ist wirklich mutig!
Manchmal lässt sie die Küken über und unter sich klettern und hat selbst noch Freude dabei. Das ist schön anzusehen.

Genau wie die Henne ihre Küken ruft, will Jesus uns zu sich locken.
Er sucht in der Bibel nach passenden Worten, die uns guttun, und lockt uns damit. Er schickt uns Menschen auf den Weg, die uns zur Seite stehen. Er nimmt uns in die Arme und ist unser Schutz in jeder Notlage.

(Alrun Rehr, nach „Mein kleiner Wegweiser“)

Gott spricht leise

Du denkst, Gott schweige?

Er spricht zu uns, sanft und unaufdringlich.

Er tut dies durch sein Wort.

Er lässt sich auch in uns hören.

Er hat viel zu sagen und wenn er sich zu Wort meldet –
und sei es noch so leise – dann ist es wichtig.

Er nimmt meistens behutsamer zu dir Kontakt auf
als anderes, was auf dich einstürmt.

Er lebt seit deiner Taufe in dir, du kannst ihn nicht verlieren.

Sein Wort heute an dich:
„Du denkst, auf mich sei kein Verlass? Ich melde mich oft zu spät?
Du irrst dich. Ich bin dir nahe. Ich helfe gerne. Ich bin für dich da.
Du bist mir wichtig.“
Du bist von Gott geliebt.  Daniel 9,23

(Alrun Rehr)

Gestrandet

Da sind wir nun … sozusagen gestrandet … als wäre jeder auf seiner eigenen kleinen Insel … isoliert … alleine … herausgerissen … abgeschnitten.

Dabei standen wir doch gerade noch mitten im Leben, hatten immer was zu tun, planten und organisierten und eilten von einem Termin zum anderen.

Dann plötzlich diese Stille. Dieses Nichts-mehr-machen-können.

Familie und Freunde sind uns so nahe und doch unerreichbar. Wie gerne würden wir uns in den Arm nehmen, gemeinsam essen, reden, spielen, lachen.

Jetzt sitzen wir hier, ganz allein, mit so viel Zeit. Zeit zum Nachdenken, Analysieren, Reflektieren.
In dieser Stille stelle ich mir Fragen, hinterfrage mein Leben, meine Prioritäten, meine Ziele.

Vielleicht habe ich mich verrannt, habe falsche Entscheidungen getroffen, mein eigentliches Ziel verpasst, wichtige Gelegenheiten versäumt, ja sogar Menschen verletzt, Gott vernachlässigt.
Ich bin enttäuscht und entmutigt. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von Neuem beginnen.
Ich fange an mit Gott zu reden und schlage die Bibel auf, an irgendeiner Stelle. Die Seiten teilen sich und ich lese:

Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr:
Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören.
Jeremia 29,11-12

Er reicht mir seine Hand. Er tröstet mich. Ja, Er liebt mich, so wie ich bin.
Es ist nie zu spät, zu Ihm zu kommen.

Jetzt weiß ich, warum ich hier gestrandet bin.

(Alrun Rehr)

Gott macht Homeschooling

Gott schickt uns zu Hause auf die Schulbank. In die Schule der Geduld.

Auf Gott zu vertrauen und geduldig zu sein, lohnt sich.

Geduld hat auch immer aktive Aspekte.
Es ist nicht nur ein Aushalten, sondern auch ein Tun.
Es ist ein Festhalten und ein festes Vertrauen auf Gottes Wort.
Derjenige, der mit Gott in Verbindung steht, kann aushalten.
Auch wenn ihm Schweres im Leben begegnet, weiß er:
Gott trägt mit. Das hat er versprochen.
Dazu gibt es ein schönes Wort in der Bibel für die,
die geduldig auf Gottes Eingreifen warten:
Wir freuen uns auch dann, wenn uns Sorgen und Probleme bedrängen,
denn wir wissen, dass wir dadurch lernen, geduldig zu werden.
Geduld aber macht uns innerlich stark.
Wir wissen, wie sehr Gott uns liebt,

weil er uns den Heiligen Geist geschenkt hat,
der unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt.

Römer 5,3 und 5 (Neues Leben Bibel)

In diesem Sinn ist geduldiges Warten ein Vertrauen auf die Liebe Gottes.
Geduld und Vertrauen gehören zusammen.

In der Gegenwart erleben wir einen Stresstest von Geduld.
Es ist noch nicht die „Abschlussprüfung im Schuljahr“, aber es ist herausfordernd.
Es wird noch dauern, bis Corona überwunden ist. Es braucht Geduld.
Aber bei all der Herausforderung gilt:
Letztlich ist es ein Segen, ein Schüler in Gottes Schule der Geduld zu sein. Gerade in Zeiten wie dieser.

(Alrun Rehr)

„Ich glaube;
hilf meinem Unglauben!“
Markus 9,24

Das ist der Hilferuf eines sorgenvollen Mannes, der den eigenen Zweifel nicht verschweigt. Er findet Gehör bei Gott. Jesus wird tätig und heilt den todkranken Sohn des Bittenden.

Welch‘ eine starke Ermutigung Gott zu vertrauen!
Hier wird deutlich: Ich darf ehrlich sein vor Gott.
Wenn mir Glauben fehlt, muss ich nicht so tun, als ob ich Glauben hätte.
Ich darf Jesus ganz offen meine Zweifel sagen und ihm meine Anfechtungen bringen.
Ich werde erleben, dass er sich meiner annimmt.
Jesus zeigt mir stets aufs Neue, dass auf ihn Verlass ist und ich ihm vertrauen kann.

Wie gut!

(Alrun Rehr)

Darum sollt ihr so beten:
Unser Vater im Himmel!
Matthäus 6,9a

Für manche ist es das schönste Gebet der Welt: das Vaterunser.

Jesus steht auf einem Berg. Er hatte gemerkt, dass viele Menschen sich auf den Weg gemacht hatten, um ihn zu sehen und zu hören. Diesen Wunsch möchte Jesus ihnen gerne erfüllen.
Die Leute setzen sich, als er anfängt zu reden. Obwohl es windig ist, können sie ihn gut verstehen.
Sie nehmen sich seine Worte zu Herzen. Aus allem, was Jesus erzählt, hören sie heraus, wie wichtig  die Menschen für Gott sind.
An einer Stelle aber machen sie alle ihre Ohren weit auf:
„So sollt ihr beten“, sagt Jesus: „Vater unser im Himmel!“
Meint er das ernst? Sie dürfen Vater zu Gott sagen? So darf man beten?
Jesus spürt, dass manche das nicht glauben können und innerlich den Kopf schütteln.
Er will ihnen Mut machen und schenkt ihnen und damit auch uns heute das wichtigste Gebet überhaupt:

Vater unser im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Wer auf diese Weise zu seinem Vater im Himmel betet, gibt Gott zunächst die Ehre und dann bittet er um alles, was er braucht und auf dem Herzen hat.

Durch die Taufe sind wir zu Gottes Kindern geworden und dürfen ihn vertrauensvoll in allen Lebenslagen Vater nennen.

(Alrun Rehr, nach „Mein kleiner Wegweiser“)

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