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Hoffnungsbrief: Grußwort als Impulsgeber

Oft fehlt die erste Idee, der schnelle Einstieg für die Begrüßung auf Seite 2. Diese beiden Texte wollen dabei helfen. Die Texte dürfen gerne angepasst werden – eine Quellenangabe ist nicht erforderlich.

Liebe Gemeindeglieder!

Geht es Ihnen auch so?
Vor nicht allzu langer Zeit standen wir noch mitten im Leben, hatten zu tun, planten und organisierten und ein Termin folgte dem nächsten.
Jetzt sitzen wir hier und haben viel Zeit.
Die brauchen wir auch, denn durch das Abstand-Halten-Müssen bilden sich allerorts Warteschlangen, wo wir vorher kurz reingingen, um etwas zu erledigen oder Besorgungen zu machen. Viele verlassen das Haus gar nicht mehr oder nur für notwendige Gänge.
Das nehmen wir in Kauf. Niemand möchte sich das Coronavirus einfangen. Niemand möchte es unwissentlich weitergeben.

Allerdings: Seine Angehörigen nicht mehr in die Arme zu schließen oder gar nicht mehr zu sehen, das tut weh. Der Verstand sieht es ein. Deshalb nehmen wir auch das in Kauf. Aber das Herz kommt manchmal nicht hinterher.

Alle Einschränkungen und Auflagen und deren Lockerungen sind befremdlich, manches unverständlich und bisweilen schwer zu ertragen.

Doch Sie sollen wissen, dass Sie nicht alleine sind. Sie können sich jederzeit bei uns melden. Es wird immer jemanden geben, der Sie mit Mund-Nasenschutz und entsprechendem Abstand zu Hause besucht.
Auch sind Gespräche im Freien und Spaziergänge durchaus möglich.
Wir möchten Sie ausdrücklich dazu ermutigen, davon Gebrauch zu machen. Ebenso können wir es aber auch verstehen, wenn Sie zur Zeit von Besuchen Abstand nehmen möchten. Überlegen Sie sich das Angebot in Ruhe und sprechen Sie sich ggf. mit Ihren Angehörigen ab.
Noch einmal: Wir kommen gerne vorbei, mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen.

Wir versichern Ihnen: Für Sie wird gebetet. Wir legen Sie in Gottes Hände. Das Gebet verbindet uns, denn trotz aller Kontakt – Beschränkungen sind wir durch unseren Herrn Jesus Christus verbunden.
Deshalb grüßen wir Sie mit einem Wort aus dem 2. Thessalonicherbrief, wo es im 2. Kapitel heißt: „Unser Herr Jesus Christus und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch.“

Liebe Gemeinde,
liebe Freunde unserer Kirchgemeinde!

Mit Ihnen allen in Kontakt zu bleiben während der Zeit, in der das Coronavirus uns auf Trab hält, ist mir sehr wichtig. Die Corona-Krise hat die Welt ausgebremst und viele von uns mussten ein paar Gänge runterschalten. Langfristige Pläne sind nicht möglich. Wir können nur von Tag zu Tag leben, allenfalls für ein bis zwei Wochen planen. Immer unter dem Vorbehalt, dass die Situation sich wieder ändern kann und wir unser Verhalten erneut anpassen müssen. Daran wird sich nicht so schnell was ändern. Auch wenn die Maßnahmen gelockert werden – die Verunsicherung bleibt. Das kann belastend sein.

In dieser Zeit möchte ich Ihnen das Danken ans Herz legen.
Das klingt widersprüchlich, meinen Sie? Ja, es stimmt, wir sind auf schwierigen Wegen unterwegs.
Dennoch gibt es Grund zum Danken: Vielen Menschen ist jetzt der Zusammenhalt wichtig und sie bieten Hilfe an. Nachbarn klopfen an die Tür und fragen nach, in gebührendem Abstand natürlich. Dank der Technik können Großeltern mit ihren Enkelkindern skypen o. ä. und lesen sich dabei gegenseitig vor oder spielen Schiffe versenken.
Wir sehen, dass das Netz der Gesundheitspolitik uns bislang trotz mancher Fehler gut aufgefangen hat. Die Natur atmet auf. Das ist ein positiver Nebeneffekt. Der CO2-Ausstoß ist weltweit zurückgegangen.

In all dem können Sie sehen, dass Gott hilft.
Er tröstet uns auch durch sein Wort:

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn:
Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
Psalm 91, 1 und 2

Gott bietet uns einen Platz an, zu dem wir fliehen können, wenn uns das Herz schwer wird. Er freut sich, wenn wir auf diese Weise in Beziehung zu ihm treten. Denn das ist das, was er am liebsten tut: für uns zu sorgen, für jeden einzelnen von uns. Er will mit uns sein. Er möchte, dass wir ihn zu Rate ziehen.

In Beziehung zu Gott zu treten geschieht auch im Gottesdienst, der nun endlich wieder gemeinsam gefeiert werden darf, wenn auch unter speziellen Voraussetzungen. Ich freue mich darauf! Gott in der Gemeinde zu begegnen, hat etwas Froh-Machendes, wenn wir mit dem Herzen dabei sind. Ich danke Gott für seine Zusage und wünsche Ihnen, dass Sie auch dadurch Zuversicht gewinnen: Gott gibt uns Trost, Kraft und Mut und hilft uns durch diese Zeit. Das gilt. Heute und an jedem neuen Tag.

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